Freitag, 31. Oktober 2014

Pumpkin Pie

Ein Gastbeitrag aus dem Wilden Westen.


Vor etwa einem Jahr habe ich meinen Wohnsitz am Rande des Rheins gegen ein hübsches Haus am Rande des Missouri eingetauscht. Hier, ganz im Osten des US Bundesstaates Nebraska, haben wir unsere Lieblingsnachbarschaft gefunden: Den Fontenelle Forest, der direkt hinter unserem Haus beginnt.

Vor ein paar Tagen, als die erste Kältewelle über die Maisfelder zu uns heran geweht kam, beschlich mich plötzlich ein Anfall von Herbststimmung. Der Wald ändert langsam seine Farben und ist damit langsamer als der Einzelhandel: Schon voll auf Halloween gestimmt werden dem Kunden nicht nur Kürbisse aus Plastik, sondern auch echte Kürbisse in allen erdenklichen Formen und Farben angeboten.

Zeit für einen amerikanischen Klassiker: Pumpkin Pie.

Eigentlich bin ich ja ein Freund des hausgemachten, echten Backens und Kochens. Pumpkin Pie stellt eine Ausnahme dar, kommen doch die meisten Zutaten aus der Konserve:



Der große Vorteil hieran ist, dass man schnell alles zusammen rühren kann. An Utensilien reicht schon eine Schüssel und ein Schneebesen.
Auch den Boden habe ich für die Ruckzuck-Variante genau so eingekauft, wie die Amerikaner ihn am liebsten verwenden: Fertig gepresste Kekskrümel in der Alu-Schale.

Sogar das unverwechselbare Herbst-Aroma wird hier fertig abgepackt verkauft: Pumpin Pie Spice ist eine Mischung aus Zimt, Ingwer und Muskat, manchmal vielleicht sogar mit einer Prise Nelken. Ein einziger Teelöffel davon reicht schon aus für ein wohliges Herbstgefühl und wird hier zur Zeit in allen kulinarischen Bereichen angeboten: Als Kaffee-Flavor, Chai Tee Latte, in Muffins und Donuts, als Eiscreme, Schokoladenfüllung... Gerade vorgestern habe ich sogar ein Pumpkin Bier gefunden!

Einfach alle Zutaten mischen und für eine Stunde ab in den Ofen.
Leider habe ich immer etwas zu viel Kürbismasse und mache jedes Mal den gleichen Fehler und packe die Form zu voll, so dass der Rand oft ungleichmäßig braun wird. Schmeckt aber alles gleich lecker!



Zwar ist der wunderbar cremige Pumpkin Pie schon allein durch die Dose Kondensmilch sehr, sehr mächtig, doch wird die Sache noch mit frischer Schlagsahne, in die eine gute Portion Ahornsirup gemischt wird, abgerundet.



Yummy!


Freitag, 24. Oktober 2014

Gedeckter Apfelkuchen (Vollkorn)

Heute gibts einen Gastbeitrag von Nadine! Vor einiger Zeit waren wir im Ikea und haben dort gegessen. Von der Kuchentheke lachte uns ein unglaublich gut aussehender Apfelkuchen an, mit Pecannüssen und einer Schicht Zuckerguss obendrauf.
Aber wie das nunmal so ist, hat man sich den Kuchen verkniffen und seither geisterte die Idee in meinem Kopf herum, einen solchen zu backen. Und da mein Kleiner jetzt in die Kita geht, habe ich endlich Zeit dazu.

Grundlage ist ein Vollkorn-Mürbteig, natürlich geht es auch mit weißem Mehl:


300g (Vollkorn)Mehl
100g Zucker
2 gestr. Teelöffel Backpulver
1 Eßlöffel Vanillezucker
1 Prise Salz
150g weiche Butter
1 Ei
Die trockenen Zutaten erstmal gut vermischen und dann die Butter und das Ei unterkneten. Das geht am besten mit der Hand.

Den Mürbteig formt man dann zu einer Rolle und wickelt sie in Frischhaltefolie. Diese darf sich nun mind. 30 Minuten im Kühlschrank ausruhen. Die Zeit kann man gut nutzen, um die Kuchenfüllung vorzubereiten.

Je nach Jahreszeit kann man Pflaumen, Kirschen oder Obst nach belieben wählen, bei mir waren es Äpfel.  Im Prinzip kocht man jetzt eine Art Kompott:
1kg Äpfel, gewürfelt
eine Handvoll geröstete Mandelsplitter oder Nüsse
etwas Wasser
etwas Vanillezucker oder Honig nach Geschmack.
Um das Apfelaroma noch ein wenig hervorzuheben, habe ich noch eine Stange Zimt, 2 Sternanis und den Saft einer halben Zitrone hinzugefügt. Das Ganze lässt man ca. 20 Minuten im geschlossenen Topf kochen.



2/3 des Teigs werden zwischen Frischhaltefolie ausgerollt und in die Springform gelegt. Die Backform habe ich vorher mit Backpapier ausgelegt, damit ich nicht pinseln muss. Alternativ zum ausrollen kann man den Teig auch einfach in der Form mit der Hand flachdrücken. Nun wird noch ein 3cm hoher Rand gezogen und der Boden mit einer Gabel perforiert, damit der Boden nicht zu hoch geht.

Jetzt schnell in den Backofen bei 200°C 15 Minuten goldgelb vorbacken, danach etwas auskühlen lassen.
Wenn das Kompott zu flüssig ist, sollte man noch eine Lage Semmelbrösel auf den Boden geben, bevor man das Apfelkompott in die Form füllt, dann den restlichen Teig ausrollen und auf den Kuchen legen. Das Ganze muss jetzt nochmal 25 bis 30 Minuten in den Ofen.
Wer mag, kann den fertigen Kuchen noch mit einer Schicht Zuckerguss oder Puderzucker versehen, ein Klacks Sahne dazu und guten Appetit!

Freundin, deren Sohn, mein Sohn und mein Mann waren restlos begeistert (und ich auch)!


Freitag, 17. Oktober 2014

Brownies mit Pekannüssen

Diese Brownies sind so lecker und einfach zu backen, dass ich sie in einer Woche gleich zweimal gemacht habe.

Beim ersten Versuch habe ich keine Pekannüsse gefunden und habe deswegen Walnüsse genommen. Die waren zwar auch super, mit Pekannüssen finde ich sie aber noch besser.

Ich habe 125gr. ganze Pekannüsse gekauft, in der Pfanne geröstet und nach dem Abkühlen gehackt. Einen Teil der Nüsse (ca. ein Drittel) zur Seite stellen.

Dann werden 160gr dunkle Schokolade mit ca. 60-70% Kakaogehalt über dem Wasserbad mit 250gr. Butter geschmolzen. 4 Eier mit 270gr. Zucker schaumig schlagen und die Schokoladenmasse unterrühren.  

140gr Mehl und die übrigen Nüsse einrühren und die Masse gleichmäßig auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen. Die zur Seite gestellten Nüsse darüber streuen und bei 170°C Umluft ca. 15 Minuten backen.


Oben auf den Brownies wird der Teig etwas glasig und wirkt fast wie ein Guss. 


Freitag, 10. Oktober 2014

Deutsche Post Geburtstagskuchen

Für mich beginnt in dieser Woche eine aufregende Zeit. Ich hatte nämlich am Dienstag meinen letzten Tag auf der Arbeit und werde mich in den nächsten Monaten einer neuen Aufgabe widmen: Meiner Tochter :)

Bis zur Geburt freue ich mich schon darauf Vorbereitungen zu treffen und habe vielleicht sogar noch Zeit, den ein oder anderen Kuchen zu backen. Trotzdem schaue ich auch mit einem wehmütigen Blick zurück auf die letzten Jahre in meinem Job. Ich habe viele spannende Projekte begleitet und manche davon sind mir richtig ans Herz gewachsen.

So zum Beispiel die Facebookseite der Deutschen Post, bei der ich von Beginn mitgearbeitet habe. Und auch für so ein Projekt kann man zum Geburtstag ruhig mal einen Geburtstagskuchen machen :)

Damit sie den Tag im Büro gut übersteht, habe ich sicherheitshalber eine einfache und gut haltbare Grundlage genommen: Die Sachertorte.

Allerdings nehme ich dabei statt der üblichen Aprikosenmarmelade meistens lieber Waldfruchtmarmelade, da mir die einfach besser schmeckt. Eine Art Sachertorte hatte ich hier übrigens schon einmal in Form der Schokoladen Petit-Fours gemacht.

Das Logo habe ich aus gelbem und schwarzen Fondant gemacht. Normalerweise färbe ich weißen Fondant am liebsten selber ein, bei schwarz kommt aber dann doch irgendwie nie das Ergebnis raus, das ich haben möchte. Mit bereits gefärbtem Fondant sieht es einfach viel besser aus.






Dienstag, 7. Oktober 2014

Happy German-American Day!

Der 6. Oktober ist ein Feiertag in den Vereinigten Staaten von Amerika, wo ich (die Gastautorin) zur Zeit wohne, den aber nur wenige kennen: Es ist der German American Day.
Am 6.10.1683 siedelten 13 deutsche Familien nach Amerika über und gründeten die Stadt Germantown.
Heute zählen sich ca 50 Millionen Amerikaner zu den Nachfahren deutscher Siedler, von denen einige sehr großes Interesse an der Kultur ihrer Vorfahren haben.

Seit einigen Wochen habe ich das Glück, als Deutschlehrerin in der hiesigen German American Society arbeiten zu dürfen. Ein winziger Bruchteil eben jener Amerikaner, die ein sehr großes Interesse an der deutschen Kultur hegen, besucht jeden Montag meinen Deutschkurs.

Da man immer einen Grund für Kuchen findet gibt es heute für meine wunderbaren Schüler eine kleine Überraschung.


Grundlage des Kuchens ist die altbewährte Aprikosen-Marzipan-Schichttorte. Ich hatte noch einen guten Rest von der Aprikosen-Marzipan-Masse im Tiefkühler. Da ich Platz brauchte für einen nennenswerten Vorrat an Quark (ist hier sehr schwer aufzutreiben, so dass ich zugeschlagen habe als ich einen Bauernhof fand, der Quark herstellt) war es also an der Zeit, nochmal auf dieses Rezept zurück zu greifen.

Das Fondant habe ich selbst eingefärbt - bis auf Schwarz. Das Experiment habe ich mir gespart und einen Block fertiges, schwarzes Fondant gekauft. Luftdicht verpackt und im Kühlschrank gelagert hält sich Fondant ewig.
Sollte ich nochmal in die Verlegenheit kommen, eine Stars&Stripes Torte zu machen, dann werde ich mir definitiv einen kleinen Sternchen-Ausstecher zulegen...
Ich habe alles Pi * Daumen zurecht geschnitten, würde aber beim nächsten Mal einen Plan auf Wachspapier vorbereiten, an dem ich mich beim Zuschneiden der verschiedenfarbigen Fondant-Schichten orientieren kann.

Tipp zum Einfärben von Fondant: Handschuhe tragen!





Freitag, 3. Oktober 2014

Backmischungen im Glas - Facebook-Verlosung

Da in nächster Zeit einige Geburtstage anstehen und man sich ja auch fast schon wieder über Weihnachten etc. Gedanken machen muss, halte ich schon eine Weile die Augen nach Geschenken offen. Viel schöner, als einfach etwas aus dem nächsten Laden zu besorgen finde ich ja selbstgemachte Geschenke.

Sehr passend also, dass Nadine zu unserem 111 Facebook-Like ein Gewinnspiel mit einer Backmischung im Glas vorgeschlagenen hat. Die Likes sind nun da und die Verlosung läuft aktuell. 

Da zur Verlosung auch noch ein Muffinblech sollte, musste also eine Backmischung für Muffins her. Die Muffins, die ich meistens mache, sind jedoch oft mit Buttermilch und anderen flüssigen Zutaten. Eine Backmischung, bei der man zu viele Zutaten dazugeben muss, wollte ich aber auch nicht. 

Ich hab dann bei Chefkoch eine Backmischung für Rührkuchen gefunden, die auch für Muffins geht. Da die Zutaten für ein Glas mit 1 Liter Volumen sind und ich ein Kirschglas mit 720ml da hatte, habe ich die Mengen und gleichzeitig den Zucker reduziert. 

Die trockenen Zutaten in ein trockenes, sauberes Glas schichten und immer wieder festdrücken (klappt super mit einm kleinen Stößel) und den Deckel verschließen.
Das Rezept sieht für ein Kirschglas dann so aus und kann entweder auf ein Etikett oder auf einen angehängten Zettel geschrieben oder gedruckt werden:
Haselnuss-Muffins

Noch hinzufügen:
3 Eier
90 ml kaltes Wasser
90 ml Öl

Bereits im Glas:
155 gr. Puderzucker
40 gr. Kakao
30 gr. Vanillezucker
140 gr. Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
100 gr. geriebene Nüsse

Zubereitung: 
Den Backofen auf 160° vorheizen.
In einer Schüssel Eier mit Wasser und Öl kurz schlagen. Die Backmischung gut durchmischen und 
hinzufügen. Mindestens 5 Minuten mixen.
Die Muffinform entweder mit Förmchen füllen oder einfetten. Den Teig portionsweise einfüllen und ca. 
40 Minuten backen. 

Zum Glück, da ich leider gar keine Design-Fähigkeiten habe, habe ich mich daran erinnert, dass es mal Etiketten-Vorlagen bei Lecker gab. Die habe ich auch für diese Backmischung im Glas genommen. Und ein weiteres Rezept aus der Zeitung ist bei den Vorlagen auch dabei.
Kleiner Tipp: Mit einer ganz dünnen Schicht Milch kleben die Etiketten hervorragend auf den Gläsern.



Über weitere Ideen und Tipps für selbstgemachte Geschenke freue ich mich übrigens auch :)

Natürlich habe ich die Backmischung zu Hause auch einmal gebacken. Ich möchte ja nichts verschicken, dass später nicht schmeckt. Nach dem langen Rühren hatte ich einen cremigen, sehr schokoladigen Teig.  Und die Mengen aus dem Kirschglas sind genau für ein Muffinblech aufgegangen. 
Gebacken sehen die Muffins dann so aus: