Freitag, 21. November 2014

American-Belgian Cheesecake

Etwas amerikanisches wollte ich vor Kurzem auf einen Geburtstag mitbringen, da das Geburtstagskind gerade aus den Staaten zurück war. Nach ein wenig Stöbern habe ich bei Chefkoch einen Chocolate Peanut Butter Cheesecake gefunden.

Beim Einkaufen sind mir dann allerdings Spekulatiuskekse und die passende Creme ins Auge gefallen, die das Geburtstagskind auf diversen gemeinsamen Belgienreisen besonders mochte. Kurzerhand kam also der Plan auf, aus dem American Cheesecake einen American-Belgian Cheesecake zu machen


Um das Ganze noch internationaler zu machen, habe ich die Spekulatiuskekse für den Boden noch mit britischen Digestivekeksen gemischt, da ich nicht wollte, dass der Spekulatiusgeschmack zu intensiv ist.

Die insgesamt 400g Kekse zu feinen Krümeln zerbröseln und mit 75g flüssiger Butter gemischt auf den Boden einer Springform drücken.

In einer Schüssel 500g Frischkäse mit 150g Zucker und 150g Spekulatiuscreme gut schlagen und einzeln 2 Eier dazu rühren. Die Masse auf den Keksboden geben und alles bei 180°C ca. 30 Minuten backen und abkühlen lassen.

125g Zartbitterschokolade mit einem EL Butter über dem Wasserbad schmelzen und auf dem Cheesecake verteilen. Mit 100g gehackten Haselnüssen betreuen und Kühlen.

 



Als absoluter Peanutbutter-Fan werde ich diesen Cheesecake aber sicher auch nochmal mit dem Originalrezept nachbacken :)







Sonntag, 16. November 2014

Zucchinikuchen


In einer Kochsendung von Rachel Khoo haben wir diesen Kuchen entdeckt. Leider konnten wir das Rezept nirgends finden und haben so selbst abgeschätzt und ausprobiert:
200g gem. Haselnüsse
200g Mehl
4 Eier
200g Zucker
3 Zucchini
1 Pck. Backpulver, 1 Prise Salz, 1 EL Vanillezucker, 250g Zartbitterkuvertüre und evtl. weiße Kuvertüre

Die Eier mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, Haselnüsse, Mehl, Salz und Backpulver vermischen, die Zucchini reiben und beides unter die Masse heben. 
Eine Springform mit Backpapier auskleiden und die Masse einfüllen, dann bei 170°C ca 30-40 Minuten backen bis er schön braun ist. Stäbchenprobe nicht vergessen!
Der fertige Kuchen kann aus der Springform gelöst werden, aber ihr solltet das Backpapier noch dran lassen. Der Kuchen muss jetzt sehr gut auskühlen, bei winterlichen Temperaturen gern auf dem Balkon, oder später in den Kühlschrank.  Dann wird er in Stücke geschnitten und mit geschmolzener Zartbitterschokolade überzogen. Wer mag, kann dann noch schöne Muster mit geschmolzener weißer Schokolade anbringen, da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Der Kuchen bleibt Dank der Schokoglasur sehr saftig.

Lasst es euch schmecken!


Freitag, 7. November 2014

Es klappt halt nicht immer...

Zum 70. Geburtstag meines Schwiegervaters haben mein Mann und ich uns mal an einer doppelstöckigen Torte versucht. Die Pläne waren gemacht: Schokoladenbisquit mit einer Kaffee-Mascarpone-Creme oben und Pistaziencreme unten. Das ganze dann hübsch mit Fondant bedeckt und fertig ist die tolle Geburstagstorte. 

Aber Erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt. 
Den Bisquit habe ich nach Anitas Anweisungen gemacht, weil meine bisherigen nicht funktioniert haben. Puh 9 Eier aufschlagen... Aber Dank unserer neuen Küchenmaschine (nein, leider keine Kitchen Aid) kein Problem. Ich glaube die Eier haben ihr Volumen verzehnfacht, die Masse quoll aus der Rührschüssel raus. Nun gut, dann schnell die trockenen Zutaten untergehoben, das hat die Masse direkt etwas zusammenfallen lassen. Nach 25 Minuten im Ofen war der Teig zwar etwas aufgegangen aber ich hatte es mir mehr gewünscht. Aber auch das war kein großes Problem, die Tortenböden ließen sich bequem in 2 Teile schneiden. 

Für die Cremes war mein Mann zuständig, er hat Mascarpone mit frisch aufgebrühtem Espresso und etwas gemahlenem Kaffee angerührt und siehe da, das Ganze wurde eine flüssige Suppe. Also noch mehr Mascarpone rein (Kalorien, was sind das?), kaltstellen und abwarten. Die Pistaziencreme hat, wie sollte es anders sein, auch Mascarpone als Basis. Er hat Pistazienbrotaufstrich aus dem Supermarkt dann einfach untergemischt, noch etwas Zucker, Pistazienstücke und Salz rein, war tatsächlich lecker!
Auch die wurde kaltgestellt damit die Konsistenz wieder fester wurde, dann hat er Sahne mit Sahnesteif geschlagen und untergerührt.

Soweit so gut. Tatsächlich sind die Cremefüllungen wieder fest geworden. Jetzt gab es eine kleine Ruhepause, wir waren alle auf einem Weinbergfest in Bonn verabredet (ja, Bonn hat einen kleinen aber feinen Weinberg). Dort haben wir Anita getroffen und stolz von unseren Tortenplänen erzählt. "Das wird nicht funktionieren, der Fondant wird komplett durchweichen." Oh ok, also mussten wir umdenken.

Neuer Plan: Wir bedecken den Kuchen außen mit den Cremes, lassen den Fondant weg und machen einfach nur eine 70 oben drauf. Das Resultat sehr ihr hier. Man muß sagen, sie hat geschmeckt und war gar nicht so mächtig wie wir dachten, aber eine Augenweide war sie nicht. 

Aber Übung macht bekanntlich den Meister, die Nächste wird bestimmt besser. Vielleicht sollte ich die Bilder bei "Cake Wrecks" einsenden.




Freitag, 31. Oktober 2014

Pumpkin Pie

Ein Gastbeitrag aus dem Wilden Westen.


Vor etwa einem Jahr habe ich meinen Wohnsitz am Rande des Rheins gegen ein hübsches Haus am Rande des Missouri eingetauscht. Hier, ganz im Osten des US Bundesstaates Nebraska, haben wir unsere Lieblingsnachbarschaft gefunden: Den Fontenelle Forest, der direkt hinter unserem Haus beginnt.

Vor ein paar Tagen, als die erste Kältewelle über die Maisfelder zu uns heran geweht kam, beschlich mich plötzlich ein Anfall von Herbststimmung. Der Wald ändert langsam seine Farben und ist damit langsamer als der Einzelhandel: Schon voll auf Halloween gestimmt werden dem Kunden nicht nur Kürbisse aus Plastik, sondern auch echte Kürbisse in allen erdenklichen Formen und Farben angeboten.

Zeit für einen amerikanischen Klassiker: Pumpkin Pie.

Eigentlich bin ich ja ein Freund des hausgemachten, echten Backens und Kochens. Pumpkin Pie stellt eine Ausnahme dar, kommen doch die meisten Zutaten aus der Konserve:



Der große Vorteil hieran ist, dass man schnell alles zusammen rühren kann. An Utensilien reicht schon eine Schüssel und ein Schneebesen.
Auch den Boden habe ich für die Ruckzuck-Variante genau so eingekauft, wie die Amerikaner ihn am liebsten verwenden: Fertig gepresste Kekskrümel in der Alu-Schale.

Sogar das unverwechselbare Herbst-Aroma wird hier fertig abgepackt verkauft: Pumpin Pie Spice ist eine Mischung aus Zimt, Ingwer und Muskat, manchmal vielleicht sogar mit einer Prise Nelken. Ein einziger Teelöffel davon reicht schon aus für ein wohliges Herbstgefühl und wird hier zur Zeit in allen kulinarischen Bereichen angeboten: Als Kaffee-Flavor, Chai Tee Latte, in Muffins und Donuts, als Eiscreme, Schokoladenfüllung... Gerade vorgestern habe ich sogar ein Pumpkin Bier gefunden!

Einfach alle Zutaten mischen und für eine Stunde ab in den Ofen.
Leider habe ich immer etwas zu viel Kürbismasse und mache jedes Mal den gleichen Fehler und packe die Form zu voll, so dass der Rand oft ungleichmäßig braun wird. Schmeckt aber alles gleich lecker!



Zwar ist der wunderbar cremige Pumpkin Pie schon allein durch die Dose Kondensmilch sehr, sehr mächtig, doch wird die Sache noch mit frischer Schlagsahne, in die eine gute Portion Ahornsirup gemischt wird, abgerundet.



Yummy!


Freitag, 24. Oktober 2014

Gedeckter Apfelkuchen (Vollkorn)

Heute gibts einen Gastbeitrag von Nadine! Vor einiger Zeit waren wir im Ikea und haben dort gegessen. Von der Kuchentheke lachte uns ein unglaublich gut aussehender Apfelkuchen an, mit Pecannüssen und einer Schicht Zuckerguss obendrauf.
Aber wie das nunmal so ist, hat man sich den Kuchen verkniffen und seither geisterte die Idee in meinem Kopf herum, einen solchen zu backen. Und da mein Kleiner jetzt in die Kita geht, habe ich endlich Zeit dazu.

Grundlage ist ein Vollkorn-Mürbteig, natürlich geht es auch mit weißem Mehl:


300g (Vollkorn)Mehl
100g Zucker
2 gestr. Teelöffel Backpulver
1 Eßlöffel Vanillezucker
1 Prise Salz
150g weiche Butter
1 Ei
Die trockenen Zutaten erstmal gut vermischen und dann die Butter und das Ei unterkneten. Das geht am besten mit der Hand.

Den Mürbteig formt man dann zu einer Rolle und wickelt sie in Frischhaltefolie. Diese darf sich nun mind. 30 Minuten im Kühlschrank ausruhen. Die Zeit kann man gut nutzen, um die Kuchenfüllung vorzubereiten.

Je nach Jahreszeit kann man Pflaumen, Kirschen oder Obst nach belieben wählen, bei mir waren es Äpfel.  Im Prinzip kocht man jetzt eine Art Kompott:
1kg Äpfel, gewürfelt
eine Handvoll geröstete Mandelsplitter oder Nüsse
etwas Wasser
etwas Vanillezucker oder Honig nach Geschmack.
Um das Apfelaroma noch ein wenig hervorzuheben, habe ich noch eine Stange Zimt, 2 Sternanis und den Saft einer halben Zitrone hinzugefügt. Das Ganze lässt man ca. 20 Minuten im geschlossenen Topf kochen.



2/3 des Teigs werden zwischen Frischhaltefolie ausgerollt und in die Springform gelegt. Die Backform habe ich vorher mit Backpapier ausgelegt, damit ich nicht pinseln muss. Alternativ zum ausrollen kann man den Teig auch einfach in der Form mit der Hand flachdrücken. Nun wird noch ein 3cm hoher Rand gezogen und der Boden mit einer Gabel perforiert, damit der Boden nicht zu hoch geht.

Jetzt schnell in den Backofen bei 200°C 15 Minuten goldgelb vorbacken, danach etwas auskühlen lassen.
Wenn das Kompott zu flüssig ist, sollte man noch eine Lage Semmelbrösel auf den Boden geben, bevor man das Apfelkompott in die Form füllt, dann den restlichen Teig ausrollen und auf den Kuchen legen. Das Ganze muss jetzt nochmal 25 bis 30 Minuten in den Ofen.
Wer mag, kann den fertigen Kuchen noch mit einer Schicht Zuckerguss oder Puderzucker versehen, ein Klacks Sahne dazu und guten Appetit!

Freundin, deren Sohn, mein Sohn und mein Mann waren restlos begeistert (und ich auch)!


Freitag, 17. Oktober 2014

Brownies mit Pekannüssen

Diese Brownies sind so lecker und einfach zu backen, dass ich sie in einer Woche gleich zweimal gemacht habe.

Beim ersten Versuch habe ich keine Pekannüsse gefunden und habe deswegen Walnüsse genommen. Die waren zwar auch super, mit Pekannüssen finde ich sie aber noch besser.

Ich habe 125gr. ganze Pekannüsse gekauft, in der Pfanne geröstet und nach dem Abkühlen gehackt. Einen Teil der Nüsse (ca. ein Drittel) zur Seite stellen.

Dann werden 160gr dunkle Schokolade mit ca. 60-70% Kakaogehalt über dem Wasserbad mit 250gr. Butter geschmolzen. 4 Eier mit 270gr. Zucker schaumig schlagen und die Schokoladenmasse unterrühren.  

140gr Mehl und die übrigen Nüsse einrühren und die Masse gleichmäßig auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen. Die zur Seite gestellten Nüsse darüber streuen und bei 170°C Umluft ca. 15 Minuten backen.


Oben auf den Brownies wird der Teig etwas glasig und wirkt fast wie ein Guss.